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Aktuelles

16.01.2008 09:53:00

Wir stellen Ihnen einen interessanten Artikel von Iwona Marciniak dar, der der "Expedition des Jahrhunderts" gewidmet ist und der am12. Januar 2008 in „Głos Koszliński“ erschien.Die Strecke zählt 41,5 Tausende von Kilometern. Sie verläuft vom westlichsten Punkt des Festlands des europäischen Kontinents- Cabo da Roca in Portugal - durch sibirische unwegsame Gegenden bis zur Beringstraße.
Die Reisenden wollen den 100. Jahrestag des Großen Autorennens von New York nach Paris denkwürdig machen (deshalb findet in der zweiten Stadt am Samstag der offizielle Start der Expedition statt). Vor einem Jahrhundert haben dieser Herausforderung 17 Vertreter aus vier Ländern: den Vereinigten Staaten, Frankreich, Deutschland und Italien getrotzt. Bei der Leistung der gegenwärtigen Sportler kiebitzt die Firma Troton bei Kołobrzeg, die Konservierungsmittel für Karosserie herstellt, und fördert sie als Spender.
- Ich meine, dass es keinen Mensch auf der Welt gibt, der von Reisen nie geträumt hat. Und da nicht jeder von uns diesen Traum erfüllen wird, wollen wir den anderen helfen, die so viel Leidenschaft, Courage und Phantasie haben, diesen Traum zu verwirklichen – sagt Jan Wołejszo, Präsident der Firma Troton.


Sibirien hat ihn verführt

Der Ideengeber der Expedition ist Romuald Koperski aus Gdańsk – Rennfahrer, Schriftsteller, Journalist, Fotograf, Taucher und Pianist, der einen Weltrekord im nonstop Konzertieren aufgestellt hat! Indem man seinen Erzählungen zuhört, will man den Rücksack packen und sich auf den Weg machen. Insbesondere wenn er von Sibirien erzählt, die ihn mit ihrer Grenzenlosigkeit, ihrem Raum, ihrer Wildheit und nirgendwo mehr vorkommender Freundlichkeit ihrer Bewohner verführt hat.

Als Bestätigung des Letzten erzählt Koperski von einer Übernachtung bei einer in der Wildnis lebenden Familie, der er begegnet hat, als er allein mit einem Schlauchboot der Firma Stomil aus Olsztyn den Fluss Lena überwand, der längste Fluss Sibiriens.
-Als ich ihr schlichtes Haus verlassen musste, haben sie mich gebeten, noch ein paar Tage länger da zu bleiben, weil die Hausfrau das Brot backen wird- erzählt Koperski. – Aber ich hatte eher das innere Gefühl, dass ich weiter gehen sollte… Ich habe mich bei ihnen bedankt und auf mein Schlauchboot aufgestiegen. Nach ein paar Tagen habe ich sowieso einen Sack Brot bekommen. Die Hauswirten haben mich 50km weiter mit einem Motorboot eingeholt. Das alles fand an einem Ort statt, wo 1Liter Kraftstoff unschätzbar ist. Für diese Menschen dann, der wichtigste war ich – ein Mensch unterwegs.

Wozu ein Telefon?

Koperski hat schon mehrere Expeditionen durch Sibirien hinter sich. Aber solche wie diese, die er am 12. Januar beginnt, hat bisher noch niemand auf sich genommen. Zusammen mit Marian Pilorz werden sie mit einem 27-jährigen Kraftfahrzeug MAN Kat.1 fahren, der bis heute von der Deutschen Bundeswehr gebraucht wird. Sie wollen die Geländen überwinden, die bis heute kein Kraftfahrzeug erreicht hat. Sehr gefährliche und schwierige Gelände.

Wie Koperski sagt, die gefrorenen sibirischen Flüsse werden für sie als Autobahnen dienen. Vor ihnen steht auch 16 Gebirgszüge . Die längste Strecke, die sie zu überwinden haben, ohne Kontakt mit anderen Menschen und Zugang zum Kraftstoff zu haben, berechnen sie auf 1600km. Sie nehmen mit sich 2000Liter Kraftstoff, wenn sie das schaffen.

Dort, wo es am kältesten ist, werden wir keinen Kontakt mit den Draufgängern haben. Ein Telefon mit sich zu nehmen- das wird Koperski auf keinen Fall machen. Die Ursache ist einfach: - Wir werden die Geländen überwinden, die als menschenleer betrachtet sind. Falls mir etwas passiert, würde ich das Telefon brauchen, um nur eine kurze Meldung zu übermitteln, die z.B. auf diese Art und Weise lautet: Sehr geehrte Damen und Herren, das ist das Ende der Reise, ein großer Bär nähert sich mir bereits an und schnalzt - sagt der Reisende mit einem draufgängerischen Lächeln.

Sie bringen Geschenke für Schüler
Das einzige, vor dem er sich fürchtet, ist Frost. Die Temperatur kann auch bis -70 Grad Celsius sinken. Der deutsche Kraftfahrzeug, konserviert von Troton aus der Kołobrzeg Umgebung, wird seine Probe bestehen und die Reisenden ihre: - Diese Expedition kann nicht in Details geplant werden. Die muss ein bisschen verrückt verlaufen. Eben darin besteht ihr Zauber – überzeugt Koperski. – Über die Details der Expedition werde ich bestimmt erzählen. Bereits nach der Rückkehr, ich meine nach dem 30. April!

Die Polen haben noch eine Sendung: in einer jakutischen Stadt Tscherskij werden sie die Schüler der lokalen Grundschule besuchen. Die Schüler dort pflegen das Grab des polnischen Geologen, Paläontologen und Sibirien-Forschers, des Verbannten nach dem Januaraufstand – Jan Czerski. Romuald Koperski bringt ihnen einen speziell für Kinder gekauften multimedialen Diaprojektor, ausgestattet mit einem von Troton gestifteten Computer.