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Aktuelles

14.02.2008 11:37:00

Immer mehr polnische Unternehmen setzen auf Ökologie als Entwicklungsstrategie und Methode zum Aufbau ihres Erscheinungsbildes. Was noch interessanter ist, stammt ein Einviertel der im Programm ausgezeichneten Unternehmen aus Schlesien.

-Das pro- ökologische Denken ist ein zukunftorientiertes Denken. Es handelt sich hier nicht nur um die Überholung des Wettbewerbs. Wenn wir etwas für die Umwelt tun, machen wir das für unsere Enkelkinder und für Enkelkinder unserer Kunden – sagt Anna Romaniecka- Mankiewicz, Direktor für Körperschaften der Gesellschaft Leroy Merlin Polen. Die Firma, als eine von sechs, wurde am 12. Februar mit einer besonderen Auszeichnung im Wettbewerb der zweiten Edition des Programms „Umweltfreundliche Firma" gewürdigt.

Mehr als das Recht verlangt

Nach den Organisatoren des Programms – den Vertretern des Europäischen Forums der Ökologischen Verantwortung – wird das Problem des Umweltschutzes ernster und professioneller von den immer mehr polnischen Unternehmen genommen. Die ausführlichen, von den Fachspezialisten EFOE in 52 an diesem Programm teilgenommenen Unternehmen, durchgeführten Wirtschaftsprüfungen haben gezeigt, dass die Ökologie etwas mehr als nur die Rechtspflicht wird.
- Immer mehr polnische Unternehmen ist dessen bewusst, dass die Erfüllung der Vorschriften für Umweltschutz allein in den heutigen Zeiten zu wenig ist. Umweltbewusst zu sein bedeutet mehr tun, als das Recht von uns verlangt- sagt Arkadiusz Primus, Präsident des Europäischen Forums der Ökologischen Verantwortung (EFOE).
Diese Erscheinung wird sehr positiv sowohl von Michał Nurzyński, Direktor des Departements für Ausbildung und Förderung der vernünftigen Entwicklung des Umweltministeriums als auch von Anne Lise Gjestvang, Manager Green Business Norway beurteilt, die Ehrengäste auf der Gala „Umweltfreundliche Firma" waren.
Gjestvang erinnerte, dass Norwegen als der erste Staat der Welt das Umweltministerium gegründet hat, und heute beginnt man die Organisation solcher Veranstaltungen wie z.B. Olympische Spiele in Lillehammer, eben mit dem Wort „Ökologie“.
- In Norwegen, das Wort „Ökologie“ bedeutet alles. Ich freue mich sehr, dass auch in Polen dieses Problem auch wichtig geworden ist – sagte Anne Lise Gjestvang.


Ökologie und Ökonomie

Die Organisatoren des Programms "Umweltfreundliche Firma" wollen, dass die Probleme der Ökologie immer wichtiger für polnische Unternehmen werden.
- Das Ziel dieses Programms ist es, eine Elite der polnischen Unternehmen zu bilden, die Ökologie als Verwaltungselement betrachten und sie auf die Rangstufe des strategischen Faktors erhöhen- sagt Marek Jabłoński, Vizepräsident EFOE.
Das Programm erfüllt auch die Bildungsziele. Sehr oft klärt es den Unternehmen auf, dass die pro- ökologischen Aktivitäten ihre Spiegelung in den Ergebnissen des Marktes haben.
- Zwischen Ökologie und Ökonomie gibt es ein Gleichheitszeichen. Und es gibt keine Widersprüche darin – überzeugt Adam Jabłoński aus EFOE.
Und obwohl Entwicklung und Erfolg der im Programm „Umweltfreundliche Firma“ ausgezeichneten Unternehmen ihre Worte einrucksvoll bestätigt, muss man zugeben, dass am Anfang der pro- ökologischen Aktivitäten immer die menschliche Empfindlichkeit stehen muss. Ein Beispiel dafür ist die Firma IKEA Retail, die z.B. als die erste Firma in der Branche die Plastiktüten aus ihren Geschäften zurückgenommen hat und ihre Kunden zum Nutzen von Papiertüten oder zur Mehrfachnutzung von Einkaufstüten überredet, oder die kleine Firma Troton aus Ząbrowo, Hersteller von Autolack und Spachtelmasse. Troton nimmt seit vielen Jahren an den Aktionen für Ökologie teil. Troton arbeitet z.B. mit dem Ökologischen Klub „Gaja“ zusammen, indem er aktiv im Programm „Adoptiere einen Fluss“ teilnimmt; in dem vergangenen Jahr wurden 5000 Bäume gepflanzt. Seit 2005 unterstützt Troton auch das Zentrum für die Auswilderung des Wolfes in Stobnica. Der Wolf befindet sich auch im Logo der Firma.
- Der Preis des Programms „Umweltfreundliche Firma“ wird von uns als ein Prestigepreis betrachtet. Wir haben nie gedacht, dass unsere pro- ökologischen Aktivitäten ihre Spiegelung in unseren ökonomischen Ergebnisse finden- sagt Katarzyna Romańska aus der Firma Troton.